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Archiv für März 2009

Volltextarchiv Mediendidaktik

Donnerstag, 19. März 2009

Seattle Downtown Library - Level 4 - Foto: Esther Harlow - watch large size
Foto: Esther Harlow, Creative Commons License

Allgemeine Didaktik

Mediendidaktik

Hochschuldidaktik

Lernen

Produktorientiertes Lernen

Webgestützte Werkzeuge

Reformpädagogik

Konstruktivismus

Medientheorie

Medienkompetenz

Wissensmanagement

E-Learning

Forschungsdesign

Als Grundlage für meine wissenschaftliche Arbeit pflege ich das Volltextarchiv zur Mediendidaktik. Die Auswahl der Artikel spiegelt mein Bemühen wider, die Mediendidaktik als Teil der Allgemeinen Didaktik zu betrachten. Aus rechtlichen Gründen können ausschließlich die Artikel heruntergeladen werden, die von Autoren oder Herausgebern offen im Web bereitgestellt werden. Diese Artikel sind mit einem schwarzen Download-Pfeil am Ende der Zeile gekennzeichnet. Artikel, die als PDF im geschützten Bereich auf dem Server liegen, können auf Nachfrage gerne lokal bei mir eingesehen werden. Gleiches gilt für hier verschlagwortete Bücher.

Wenn es für Sie wichtig ist, kurzfristig einen Artikel als Volltext zur Verfügung zu haben, den sie hier nicht downloaden können, empfehle ich den Dokumentenlieferdienst subito. Die über subito bezogenen Artikel (Preis ca. 6.50 EUR pro Artikel) sollten Sie sich immer per traditioneller Post zusenden lassen, da der Dienst rechtlich verpflichtet wurde, PDF´s mit einem unsäglichen Digital Rights Management (DRM) zu versehen, das nicht nur die Weitergabe, sondern auch das Lesen und das Drucken des Dokuments massiv einschränkt.

Aktuelle Studien im Umfeld der Mediendidaktik: http://studien.mediendidaktik.org
Gesamter aktueller Datenbestand: http://lib.mediendidaktik.org

Dahlem: off Campus

Montag, 16. März 2009

Dahlem, Fotoserie: Wolfgang Neuhaus
Foto: Wolfgang Neuhaus, Creative Commons License

Die Macht technologischer Innovationen

Donnerstag, 12. März 2009

Wenn man sich die folgenden Zitate ausgewiesener Experten im Bereich des E-Learnings vor Augen führt, dann wundert man sich doch, wie naiv offensichtlich Verantwortliche in Drittmittelgebenden Stellen mit dem Innovationsbegriff umgehen. Während Andrea Back eine disruptive Innovation im Bereich des E-Learnings postuliert, kämpft die ganze Branche darum, überhaupt noch ernst genommen zu werden. Und der Drittmittelgeber erwartet mindestens „Semantische Netzwerke“ oder „Microblogging“, alles andere ist nicht innovativ. Wäre es nicht höchste Zeit, sich beim Medieneinsatz in so sensiblen Feldern wie Schule, Hochschule und Weiterbildung an pädagogisch begründeten, didaktischen Erneuerungen zu orientieren und nicht an der Technologie als Selbstzweck?

Disruptive Innovation, Foto: Phil Balchin

Foto: Phil Balchin, Creative Commons License

Wer glaubt noch an die immer wieder neu ausgerufenen technologischen Revolutionen, die ihr Versprechen im Kontext der Bildung nie einhalten konnten?

2002: Rolf Schulmeister
„Die meisten experimentellen Vergleiche von Unterrichtsmethoden erzielen keine signifikanten Ergebnisse, und die wenigen signifikanten Resultate widersprechen sich gegenseitig“ (Schulmeister, 2007, S. 363)

2004: Gerhard Tulodziecki
„Insgesamt zeigen die vielen Studien zu generellen Medieneffekten (als Vergleich zwischen medienunterstützten und herkömmlichen – personal vermittelten – Lehr- und Lernprozessen), dass nicht von einer grundsätzlichen Überlegenheit des Lernens mit Medien gesprochen werden kann“ (Tulodziecki/Herzig, 2004, S. 81)

2006: Gabi Reinmann
„Es liegt auf der Hand, dass E-Learning bis dato keine umwälzenden Veränderungen nach sich zieht und damit keine Innovation ist, die sich mit der Erfindung und Etablierung der Eisenbahn oder mit der Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichen ließe.“ (Reinmann, 2006, S. 32)

2007: Michael Kerres
„Die Erwartungen an die in den letzten Jahren besonders diskutierten digitalen und interaktiven Medien sind vielschichtig. Besonders verbreitet ist die Hoffnung, dass der Einsatz digitaler Medien bessere Lernleistungen erzielt und dies mit einer höheren Effizienz, d.h. Lernergebnisse mit letztlich geringeren Aufwändungen erzielen zu können. Beide Annahmen finden durch die Forschung bislang eher wenig Unterstützung. Es muss vielmehr davon ausgegangen werden, dass im Durchschnitt betrachtet Lernerfolg eher unabhängig ist von dem gewählten Mediensystem. Eine mögliche Kostenersparnis bei gleich bleibendem Lernerfolg (!) ist darüber hinaus bisher überraschend selten systematisch nachgewiesen worden“. (Kerres, 2007, S. 3)

  • Kerres, M. (2007). Mediendidaktik. In F. von Gross, & K. – U. Hugger (Eds.), Handbuch Medienpädagogik. Wiesbaden: VS Verlag.
  • Reinmann, G. (2006). Ist E-Learning eine pädagogische Innovation? In R. Arnold, & M. Lermen (Eds.), elearning-Didaktik (Vol. 48). Hohengehren: Schneider Verlag.
  • Schulmeister, R. (2007). Grundlagen hypermedialer Lernsysteme. München: Oldenbourg Verlag.
  • Tulodziecki, G., & Herzig, B. (2004). Mediendidaktik: Medien in Lehr- und Lernprozessen. In Handbuch Medienpädagogik (Vol. 2). Stuttgart: Klett-Cotta.

Farben des Asphalts

Sonntag, 8. März 2009

Fotoserie: Wolfgang Neuhaus
Foto: Wolfgang Neuhaus, Creative Commons License

Poster-Sessions mit QR-Tags

Freitag, 6. März 2009

Bei der Abstimmung von Beiträgen für die nächste DPG-Tagung diskutierten wir in unserem Arbeitsbereich (Didaktik der Physik) die Inhalte der Poster für die übliche Poster-Session. Dabei stellte sich hier und da das Problem, dass auf den Postern die Inhalte nur sehr verkürzt dargestellt werden können. Mein Vorschlag: Ergänzende Informationen in Form von Videos oder HTML-Seiten für Mobilgeräte anbieten, die durch einen entsprechenden QR-Tag („QR“ steht für „quick response“) auf dem Poster ausgelesen werden können. So können Tagungsbesucher die

qr-code4

Informationen eines Posters, das sie interessiert, mitnehmen und bei Gelegenheit auf dem Mobilgerät ansehen, z.B. während weniger interessanten Voträgen oder bei der Heimfahrt in der Bahn. Mit folgenden einfachen Schritten lässt sich dieses Verfahren anwenden:

  1. HTML-Seite oder Video publizieren (z.B. Youtube)
  2. URL der Information kürzen (um den QR-Tag nicht zu komplex werden zu lassen), z.B. mit tiny-url oder doiop.com
  3. Gekürzte URL in QR-Tag konvertieren, z.B. mit dem Kaywa QR-Code Generator
  4. Bild-Datei des erzeugten QR-Tags lokal speichern und in das Poster einfügen

Tagungsbesucher können dann die entsprechenden Informationen abrufen, wenn sie auf ihrem Mobiltelefon einen QR-Reader installiert haben. Hier eine Übersicht von Readern für die verschiedenen Telefon-Typen : mobile-barcodes.com oder für das Iphone z.B. NeoReader