Mediendidaktik   home

Archiv für Dezember 2009

IT-gestützte Vermittlungskompetenz

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Ich führe hier an der FU-Berlin in diesem Semester das zweite mal die Lehrveranstaltung „IT-gestützte Vermittlungskompetenz“ durch.

Learners´ Garden - Online Community

Rahmenbedingungen:
Modul zur Informations- und Medienkompetenz für die Allgemeine Berufsvorbereitung (ABV), Blockveranstaltung im Blended Learning-Format, 5 Leistungspunkte, Zielgruppe. Studierende in den Naturwissenschaften, Teilnehmerzahl: 15

Werkzeuge:
Die Studierenden nutzen standardmäßig als persönliche Lernumgebung einen Blog, ein Social-Bookmarking-System, Skype und einen Feed-Reader. Die gemeinsam erarbeiteten Inhalte werden in unserem Lehrveranstaltungs-Wiki (http://wiki.mediendidaktik.org) zusammengeführt, das nur für die Teilnehmer sichtbar ist. Folgende Blogs werden von den Teilnehmern des laufenden Semesters geführt:

http://shackelbusch.wordpress.com/
http://mkozakowski.wordpress.com/
http://jriemke.wordpress.com/
http://reiske.wordpress.com/
http://jleutzow.wordpress.com/
http://dpussak.wordpress.com/
http://julekrueger.wordpress.com/
http://akamalakumar.wordpress.com/
http://hhamouda.wordpress.com/
http://itmazdak.wordpress.com/
http://jklan.wordpress.com/
http://aylos84.wordpress.com/
http://aylos84.wordpress.com/
http://mschemie.wordpress.com/
http://mscchemie.wordpress.com/

Die in der Veranstaltung zusammengestellten Tools werden von den Studierenden unter den Gesichtspunkten Usability und Nützlichkeit für den spezifischen Einsatz-Kontext untersucht und erprobt und mit Hilfe einer Lime-Survey-Umfrage bewertet: http://forschung.mediendidaktik.org/index.php

Learners´Garden:
Solche Tools, die sich nach Erprobung und Bewertung als nützlich erweisen, werden auf der öffentlich zugänglichen Learners´Garden-Plattform zugänglich gemacht und nutzerfreundlich dokumentiert (Steckbrief, Links, Erfahrungsberichte): http://www.learnersgarden.de. Einmal eingetragene Tools können auf Learners´Garden von der Community bewertet und kommentiert werden.

Eine ausführliche Beschreibung unseres Veranstaltungskonzeptes findet sich im Tagungsband der letzten GMW-Jahrestagung oder hier: http://www.slideshare.net/wneuhaus/learners-garden

Im Rahmen des Didaktik-Moduls der Lehramtsausbildung für Physik-Lehrer führe ich jedes zweite Semester eine Lehrveranstaltung zum Thema Lehr- und Lernmethoden durch, in der ich nach vergleichbarem Muster ein Veranstaltungs-Wiki einsetze.

Schwierigkeiten/Widerstände:
Die zentralen Angebote unserer Universität bezüglich Web 2.0 sind zu unflexibel und unausgereift. Wir haben gute Erfahrungen mit öffentlich und in der Regel kostenlos zugänglichen Lösungen im Bereich Web 2.0.

Next Generation E-Book: The Tablet

Montag, 7. Dezember 2009

play video

Das Gehirn – ein Beziehungsorgan

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Eine spannende Interpretation neuropsychologischer Erkenntnisse liefert derzeit Thomas Fuchs, Professor für Psychiatrie am Universitäts-Klinikum Heidelberg. Mit seinem Buch „Das Gehirn – Ein Beziehungsorgan“ beschreibt er das Gehirn als

Thomas Fuchs

Vermittlungs- und Transformationsinstanz für die vielfältigen Interaktionen von Organismus und Umwelt. Fuchs distanziert sich damit von radikal-konstruktivistischen Positionen wie auch von Formen eines neuropsychologischen Reduktionismus, die den freien Willen des Menschen in Abrede stellen (z.B.: Gerhard Roth und Wolf Singer).

Spannend auch seine Beschreibung des Lernvorgangs: „Im Zuge horizontaler Interaktionen mit der Umwelt werden nämlich wiederkehrende Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster extrahiert und als sensorische, motorische, affektive u.a. Schemata im Gedächtnis des Organismus, in erster Linie im Gehirn niedergelegt. Diese Erfahrunsgbildung betrifft vor allem die neuronalen Strukturen des „impliziten Gedächtnisses“ (Fuchs, 2009, S.128) und etwas weiter schreibt er: „Durch implizites Lernen sedimentieren sich wiederkehrende Interaktionen mit der Umwelt in Bereitschaften, Fähigkeiten und Kenntnissen. Dabei vermehrt ein Lebewesen sein implizites Wissen und Können nicht etwa durch Anfüllen eines Informationsspeichers, sondern durch Veränderung seiner organischen Struktur, …“ (Fuchs, 2009, ebenda).

In der November-Ausgabe von „brand eins“ erläutert Thomas Fuchs seinen Forschungsansatz. „Das Gehirn denkt nicht“ lautet der Artikel, der deutlich macht, dass Bildgebende Verfahren in der Hirnforschung keinesfalls der Weisheit letzter Schluss sein können.

Auf der Homepage seines Forschungsvorhabens, dass diesen ganzheitlichen Ansatz in mehreren Teilprojekten wissenschaftlich untersucht, finden sich viele weiterführende Informationen.

  • „brand eins“-Interview mit Thomas Fuchs
  • Homepage des Forschungsvorhabens
  • Bibliographische Angaben zum Buch „Das Gehirn – ein Beziehungsorgan“

  •