Mediendidaktik   home

Poster-Sessions mit QR-Tags

6. März 2009

Bei der Abstimmung von Beiträgen für die nächste DPG-Tagung diskutierten wir in unserem Arbeitsbereich (Didaktik der Physik) die Inhalte der Poster für die übliche Poster-Session. Dabei stellte sich hier und da das Problem, dass auf den Postern die Inhalte nur sehr verkürzt dargestellt werden können. Mein Vorschlag: Ergänzende Informationen in Form von Videos oder HTML-Seiten für Mobilgeräte anbieten, die durch einen entsprechenden QR-Tag („QR“ steht für „quick response“) auf dem Poster ausgelesen werden können. So können Tagungsbesucher die

qr-code4

Informationen eines Posters, das sie interessiert, mitnehmen und bei Gelegenheit auf dem Mobilgerät ansehen, z.B. während weniger interessanten Voträgen oder bei der Heimfahrt in der Bahn. Mit folgenden einfachen Schritten lässt sich dieses Verfahren anwenden:

  1. HTML-Seite oder Video publizieren (z.B. Youtube)
  2. URL der Information kürzen (um den QR-Tag nicht zu komplex werden zu lassen), z.B. mit tiny-url oder doiop.com
  3. Gekürzte URL in QR-Tag konvertieren, z.B. mit dem Kaywa QR-Code Generator
  4. Bild-Datei des erzeugten QR-Tags lokal speichern und in das Poster einfügen

Tagungsbesucher können dann die entsprechenden Informationen abrufen, wenn sie auf ihrem Mobiltelefon einen QR-Reader installiert haben. Hier eine Übersicht von Readern für die verschiedenen Telefon-Typen : mobile-barcodes.com oder für das Iphone z.B. NeoReader

5 Kommentare zu „Poster-Sessions mit QR-Tags“

  1. Ralf Appelt sagt:

    Prima. Jede Postersession sollte so sein. Ich habe allerdings den Verdacht, dass die QR-Reader noch nicht sonderlich verbreitet sind, allerdings vermutlich auch deshalb, weil es bisher noch zu wenig Nutzen für sie gibt. Das sieht in unseren Nachbarländern schon etwas anders aus. Ich habe kürzlich ein schönes Bild dazu in Zürich gemacht: http://www.flickr.com/photos/adesigna/3312964909/

  2. Wolfgang Neuhaus sagt:

    Hallo Ralf, schönes Foto ! Du schreibst „weil es bisher noch zu wenig Nutzen für sie gibt“. Ich finde da sprichst Du ein generelles Problem in unserem Arbeitsfeld an: Medien werden nach meinem Geschmack viel zu oft zum Selbstzweck eingesetzt und nicht, um einen bestimmten didaktischen Sinn zu erfüllen …

  3. N. Herrmann sagt:

    Also die Vorstellung, auf meinem relativ modernen Handy eine Website anzusehen macht mich etwas kirre. Ist das dann auf meinem 3*4 cm Display eine 3-Punkt Schrift oder ist es total unübersichtlich? Kann ich da wirklich mehr Infos aufnehmen als am Poster?
    Oder ist es möglich, die URL unkompliziert direkt in meine Del.ici.us (oder sonstwas) Bookmarks zu posten, dann könnte das wirklich sinnvoll sein zum späteren Nachschlagen am Rechner – weil am Handy SEHE ich tatsächlich kaum Mehrwert.

  4. Wolfgang Neuhaus sagt:

    Ok, Vorraussetzung ist schon ein aktuelles Handy mit großem Display und Internet-Flatrate (Iphone, Google-Phone, HTC, Nokia N oder so). Die sind sicherlich noch nicht so verbreitet, aber ich denke wenn genügend hilfreiche praktische Anwendungen geschaffen werden, dann verbreitet sich auch die dafür erforderliche Technologie schneller. Informationen müssen für diese Displays natürlich extra aufbereitet werden, damit sie sinnvoll wahrzunehmen sind. Eine interessante Studie zum Nutzerverhalten gibt es übrigens hier: http://doiop.com/dcgf Weiterleitung auf del.icio.us ist mir nichts bekannt, vielleicht kennt einer der geneigten Leser etwas?

  5. Mit QR-Code den Medienbruch überwinden « Das Kulturmanagement Blog sagt:

    […] Der Blogbeitrag “Poster-Sessions mit QR-Tags” auf dem beweglich-Blog von Wolfgang Neuhaus ist in diesem Zusammenhang auch ganz […]

Kommentieren

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.