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Artikel-Schlagworte: „Schule“

Perspektivenwechsel

Freitag, 17. Juli 2015

Es ist lange still geblieben hier in diesem Blog. Das soll sich nun bald ändern. Mein langjähriger Arbeitgeber, die Freie Universität Berlin, war leider nicht in der Lage, mir eine unbefristete Arbeitsstelle anzubieten. Ich habe daraus im letzten Jahr die Konsequenzen gezogen und bin als Lehrer – für die Fächer Musik und Mathematik – an die Schule gewechselt. Neuer Arbeitgeber für mich ist jetzt die Max-von-Laue Oberschule in Berlin. Habe ich hier in diesem Blog lange aus der wissenschaftlichen Perspektive auf den Unterricht geblickt, so stecke ich jetzt quasi mittendrin im Geschehen und werde in Zukunft vor allem aus der Praxis-Perspektive berichten. Es war keine leichte Umstellung, es ist durchaus körperlich anstrengend, plötzlich Woche für Woche 400 Schülerinnen und Schüler zu unterrichten, von denen sich ein Großteil gerade in der Pubertät befindet. Den Praxisschock habe ich inzwischen weitgehend überwunden, so dass ich in Zukunft hoffentlich genügend Zeit finden werde, meine Unterrichtspraxis hier im Blog zu reflektieren. Erfahrungsaustausch, Anregungen und Kritik in Bezug auf das Lernen mit digitalen und analogen Medien – insbesondere im Musikunterricht – wird dann der veränderte Schwerpunkt dieses Blogs sein. Vielleicht lassen sich bisherige Leserinnen und Leser inspirieren durch den Perspektivwechsel, vielleicht lassen sich auch neue hinzugewinnen. Ich würde mich freuen, wenn der Blog in Zukunft wieder mit einer ähnlichen Dynamik wie in den vergangenen Jahren, einen konstruktiven Beitrag zum Diskurs in der Mediendidaktik leisten kann und bin gespannt, ob es hie oder da noch Überreste der alten Blogosphäre gibt, die ja viel dazu beigetragen hat, dass der Blog überhaupt wahrgenommen wurde.

Haupthaus_2014 (1)Max-von-Laue Oberschule, Berlin

Aktive Portfolioarbeit mit dem Technology Enhanced Textbook

Mittwoch, 27. November 2013

Auf dem BONSAI-Treffen der deutschen Landesmedienserver habe ich die Ergebnisse des TET-Projektes vorgestellt und mögliche Formen der Kooperation ausgelotet. Dabei wurde ein großes Interesse an unserer Lösung deutlich. Hier der Foliensatz, der nochmal ein anschauliches Schlaglicht auf die Portfolioarbeit setzt.

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Vortrag auf dem BONSAI-Treffen der deutschen Landesbildungsserver am 27.11.2013 from Wolfgang Neuhaus

Da wir mit einem Antrag für ein anvisiertes Drittmittelprojekt nicht erfolgreich waren sind wir derzeit auf der Suche nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten unserer Arbeit. Sachdienliche Hinweise bitte umgehend an
wolfgang.neuhaus@fu-berlin.de .

  • Homepage des Technology Enhanced Textbook
  • Lehrszenarien
  • Projektmethode 2.0
  • BONSAI-Gruppe der deutschen Landesbildungsserver
  • Elixier-Projekt der Landesbildungsserver
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    Einsatz von mobilen Endgeräten in der Schule

    Mittwoch, 27. November 2013

    Auf der Fachtagung für Thüringer Lehrerinnen und Lehrer mit dem Titel „Software und Onlinemedien im Bildungskontext“ habe ich einen Einführungsvortrag gehalten, mit dem ich hervorgehoben habe, das die Ergebnisse zahlreicher Vergleichsstudien und Metastudien von Kerres bis Hattie zeigen, dass der Einsatz digitaler Medien in Lernkontexten keinen signifikanten Einfluss auf den Lernerfolg hat (Zitate und Quellen siehe: Foliensatz). Deshalb ist es aus meiner Sicht von großer Bedeutung deutlich zu machen, aus welchem Grund wir digitale Systeme zum Lernen einsetzen. Im Vortrag habe ich zwei zentrale Gründe angeführt: 1. Der hohe Verbreitungsgrad der digitalen Medien auch unter Jugendlichen (JIM-Studie 2012 und 2013, Allensbach-Studie 2013) macht es erforderlich, einen fairen und konstruktiven Umgang mit diesen Medien einzuüben. 2. Effektstarke Lernaktivitäten (Hattie) wie z.B. Problemlösen, Vokabel-Training, Metakognitive Strategien anwenden, kooperativ lernen und reziprokes Lernen (Lernen durch Lehren) können durch mobile Anwendungen – wenn sie in ein kluges didaktisches Design eingebettet sind – gut unterstützt werden.

    Einsatz von mobilen Endgeräten in der Schule from Wolfgang Neuhaus

    Vortrag am 26.11.2013 auf der Tagung „Software und Online-Medien im Bildungskontext“ des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lerhrplanentwicklung und Medien

  • Lehrszenarien
  • Projektmethode 2.0
  • Hintergrundmaterial: Smartphones im Unterricht
  • Flyer: Software und Onlinemedien im Bildungskontext
  • Thüringer Schulportal
  • Mediothek des Thüringer Schulportals
  • JIM-Studie 2013
  • aatet

    Lernen mit Smartphone und Tablet:
    Interferenz

    Samstag, 16. Februar 2013

    Ein weiteres Lehrszenario zur Nutzung von Smartphones und Tablets im Unterricht, das Lehramtsstudierende im Rahmen unserer Lehrveranstaltung “Multimediale Lernumgebungen” entwickelt haben, zeigt einen schönen Einstieg in das Thema “Interferenz”. Einige der hier aufgeführten Apps werden auch auf der Learners´Garden Plattform vorgestellt .

    Sinuston
    Zunächst wird ein Sinuston gut hörbar in eine Richtung des Raums ausgestrahlt. Die Frequenz des Tons wird mit Hilfe einer Signalgenerator-App am Smartphone oder Tablet eingestellt und an die hier abgebildete Aktivbox übertragen. Benutzte App: Audio Kit (iPhone/iPad) oder Signal Generator (Android).

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    Hören und Messen im Raum
    Die Schüler durchschreiten den Raum mit einem Tablet und hören und messen dabei an welchen Stellen der Ton lauter oder leiser wahrzunehmen ist. Die App iAnalyzer zeichnet dabei die gemessenen Daten auf und macht sie für die weitere Analyse verfügbar.

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    Auswertung
    Bezogen auf das am Boden markierte Raster identifizieren die Schülerinnen und Schüler laute und leise Stellen im Raum und stellen fest, dass der zunächst leiser werdende Ton am Ende des Raums wieder lauter wird. Hypothese: Reflektionen des Tons sorgen durch Wellenüberlagerungen für örtliche Lautsstärkeschwankungen. Was in den folgen Unterrichtsstunden zu beweisen und untersuchen wäre.
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    Messen mit Smartphone und Tablet: Zentripetalkraft

    Donnerstag, 14. Februar 2013

    Das zweite Unterrichtsszenario, das Lehrerinnen und Lehrer der Eckener Schule am Schulentwicklungstag erprobt haben, beschäftigt sich mit der Zentripetalkraft. Der Beschleunigungssensor, der in heute gängigen Smartphones und Tablets verbaut ist, wird hier nutzbar gemacht, um die Beschleunigungskräfte bei einer gleichförmigen Kreisbewegung zu untersuchen. Die Kolleginnen und Kollegen benutzen hier einen Drehteller, den Beschleunigungssensor gängiger Smartphones, und ein Haftpad zur Befestigung des Mobilgeräts auf der zu beschleunigenden Oberfläche, um Messungen zur Zentripetalkraft durchzuführen.

        

    Gleichförmige Kreisbewegung
    Untersucht werden soll hier der Zusammenhang zwischen Bahnradius und Zentralbeschleunigung. Mobile-Apps wie Sensor Kinetics (Android) oder SensorLogger (iPhone/iPad) lesen die Sensordaten aus und bieten die Möglichkeit, sie zur Auswertung an andere Software weiterzugeben.

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    Position des Sensors
    Um eine genaue Messung des Abstands des Sensors vom Mittelpunkt des Drehtellers zu ermöglichen, ist es zunächst erforderlich die genaue Position des Sensors im Mobilgerät zu ermitteln und diesen Punkt auf dem Gerät zu markieren. Dafür ist im Falle von iPhone/iPad die App AccelVisu besonders gut geeignet. Diese App liest in Echtzeit die Beschleunigungswerte des Beschleunigungssensors aus und stellt diese graphisch als Beschleunigungspfeil dar.

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    Radius und Beschleunigung
    Sobald die Position des Sensors am Mobilgerät bekannt ist, kann die Entfernung vom Mittelpunkt des Drehtellers bis zum Sensor mit einem Metermaß gemessen werden (Radius). Nachdem die Platte in eine gleichförmige Kreisbewegung versetzt wird (deren Gleichförmigkeit mit einer Stopp-Uhr-App überprüft werden kann) wird die Beschleunigung mit der App SensorLogger gemessen.

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    Proportionalität
    Diese Messung wird mit 3 bis 4 unterschiedlichen Radien durchgeführt und die Messdaten in einer Werte-Tabelle an der Tafel gesammelt. Die graphische Darstellung der Werte in einem Achsenkreuz, in dem die Zentralbeschleunigung über dem Radius abgetragen wird, zeigt einen proportionalen Zusammenhang zwischen Zentralbeschleunigung und Bahnradius.

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